Zürich – Paris


Alles bereit, Paris kann kommen! Zuerst sind wir von Zuhause an den HB Zürich gefahren. Natürlich mit Strom, wir wollten ja nicht verschwitzt sein im TGV. 
Am Perron wurden wir von Roger verabschiedet mit wunderbaren Ladurées. Zuvorderst, gleich hinter der Lok ist ein Mikro 2. Klass Abteil, wo es Platz hat für max. 4 Velos. Unsere Göppel sind aber doch sehr gross, so waren wir froh, dass nur noch ein Velo in Mulhouse dazu gekommen ist. Der Zug war übrigens voller Japanesen, welche doch eigentlich mit dem Shinkhansen fahren könnten 😏. 
Um 11.34 Uhr fuhr dann unser Train à grande Vitesse pünktlich ab. Ebenso pünktlich kam er dann 4:03 Stunden später in der französischen Hauptstadt an. Précision Française?  
Zuerst haben wir den Gare de Lyon verlassen und uns orientiert wo sich unser Hotel befindet. Dank unserer Velo-Navigationssoftware (Komoot) sind wir denn auch zielgerichtet und schnell zum Hotel de Nesle gekommen. Zuerst das schwere Gepäck loswerden, und dann nichts wie los. 
 
Mit dem Velo sieht man schnell viele Sachen, da die Distanzen sich verringern. Die Highligts waren sicher der Abgang vom Trocadero zum Eiffelturm. Da haben übrigens die Japaner wieder auf uns gewartet 😑. Natürlich alle mit Selfie-Stick ausgerüstet. 
Unter dem Eiffelturm fühlt man sich unheimlich klein! Auch ich! Aber ich bin immer wieder beeindruckt von diesem Bauwerk, welches eigentlich nach der Landesausstellung zerstört werden sollte. Man stelle sich Paris ohne diesen Turm vor, es würde etwas fehlen. 
Das Glacé unter dem Turm haben wir uns dann verdient!
Den Parc André Citroën durften wir leider mit den Velos nicht besuchen. Dafür führen wir durch den Bois de Bulogne und zufällig zu dem gewaltigen, imposanten Bau, dem Musée Louis Vuitton. Glas und Stahl wohin das Auge reicht. Echt Geil. Der Architekt war Frank Gehry. 

Für mich gehört La Défense zu Paris. Das größenwahnsinnige Projekt Mitterands ist hoch, glasig und ganz ein kleines bisschen gebluffe. Schön. Von der Défense geht es in einer Linie bis zum Place de la Concorde, wo der geklaute Obelisk steht. Und das heisst:
Rund um den Arc de Triomphe Fahren (der Verkehr da ist der Hammer). Nachher die Champs Élyssés runter (die Prachtsstrasse ist in einem desolaten Zustand). Die Taxis kennen keine Scheu, E-Rikscha Fahrer kutschieren Touristen aus aller Welt (und auch aus Japan). Die Strasse ist, so glaube ich 4 spurig, so gegen 6 davon werden genutzt. Am Rand wird in zwei Reihen parkiert und rücksichtslos in den Verkehr eingefädelt. Ich liebe Paris!
Das Nachtessen war so so la la. Aber der Tag brachte zum einstimmen auf die Tour schon einmal gegen 50 Velokilometer.