Oetz – Acherkogelbahn – Oetz – Area 47 – Oetz


Dies ist mein letzter Blog aus dem Oetztal. Morgen geht es wieder zurück nach Zürich wo zur Zeit die Sonne in Strömen scheint. Zum Glück konnte ich meine Ferien verhältnismässig trocken geniessen. Wenn es geregnet hat, war es meist gegen Abend, dann war es mir ziemlich egal.

Heute habe ich mein Velo beim Resort-Velomech zum Service gebracht. Für den heutigen Tag habe ich Leihvelo reserviert. Ein E-Fully! War echt ein geiles Gerät. Mit 500 W Yamaha-Motor, der ging ab wie’s Bisiwätter. Der Lenker war gefühlt doppelt so breit wie der von meinem Velo, der Sattel war hart wie Beton.

Gemütlich fuhr ich um 10:30h los zur Acherkogel-Bahn, welche mich und das Velo auf 2200 müM brachte. Es brauchte schon einiges an Überwindung, in eine Gondel zu steigen, aber mein Velo hat mir viel Mut gemacht.

In der Gondel mit dem Fahrrad

Als dann die Bahn einmal einfach so stoppte, musste ich mich sehr stark konzentrieren, um nicht auszuflippen. Ich hasse es ganz einfach, mit einer Gondelbahn zu fahren. Aber noch immer besser, als wenn ich den Berg rauffahren hätte müssen.

Oben auf dem Berg wurde ich mit einem traumhaften Ausblick entschädigt!

Die Bergstation der Acherkogel-Bahn auf 2’020 m. ü. M.
Blick in Richtung Ochsengarten

Die Bahn hat den Namen vom Acherkogel. Der Acherkogel ist ein 3007 m ü. A. hoher Gipfel, der nördlichste Dreitausender Tirols. Er ist der beherrschende Berg über Oetz im vorderen Ötztal, wohin hohe Felsflanken nach Nordwesten und Südwesten hinunterreichen. Gegen Westen führt ein scharfer Grat zur Achplatte (2423 m) und zur Habicher Wand (2176 m) hinab, ein weiterer Grat geht in Richtung Nordosten zum 2894 m hohen Maningkogel. Nach Südosten entsendet der Acherkogel einen scharfen Grat zum 2954 m
hohen Wechnerkogel. Im Wesentlichen hat der Acherkogel den Charakter
eines Felsgipfels, nur an der Nord- und Ostseite finden sich kleinere Firnfelder.

Zuerst genoss ich das schöne Wetter in der Höhe, fuhr noch ein wenig auf dem Hochplateau rum, genehmigt mir eine warme Schoggi. Danach machte ich mit auf dem Weg nach Oetz.

Stimmungsbild mit Velo

Es sind 1’200 Höhenmeter, die nun vor mir lagen. Es geht zwar nur runter, aber wer schon mal auf Kieswegen runtergefahren ist, der weiss, dass das nicht ganz so trivial ist. Eigentlich war ich praktisch immer auf der Bremse. Meine Hände waren extrem beansprucht durch die Kraft, die aufzuwenden war um meine Kilos zu bremsen.

wenn man gut hinschaut, sieht man den Weg
Eine Pause für die Hände und die Bremsen

Ich musste 3 Mal eine Pause einlegen, um den Bremsen und den Händen eine Erholungspause zu verschaffen. Es war sehr schön, aber ich war dann doch froh, als ich unten angekommen bin.

Nach einer kurzen Pause im Zimmer, bin ich dann gleich weitergefahren in Richtung Area 47, eine absolut extreme Adventure-Base an der Oetztaler Ache. Eigentlich ein riesiges Spielfeld für Kinder und solche, die es wieder sein wollen. Wasserspiele, Fun, River-Rafding, Canyoning, Hochseilgarten. Eigentlich wird alles angeboten, was Nervenkitzel verspricht.

Brücke mit Hochseilgarten, einer der Pfeiler ist für’s Klettern bereit.

Nichts für mich, aber sieht schon hammermässig aus!

Nachdem ich wieder zurück im Resort war, brachte ich das Velo zurück. Ich konnte dank dem „bequemen“ Sattel fast nicht mehr sitzen. Scheisse, tut mein Allerwertester Weh! So habe ich es noch nie erlebt. Ich liebe halt schon meinen Brooks-Sattel, mein Hintern und er sind für sich gemacht.

Vor dem Nachtessen ging ich zum ersten (und letzten) Mal in diesen Ferien Shoppen. Einen Sack voll guter Sachen hat’s ergeben.

Und nun geniesse ich meinen letzten Abend im Resort und lasse es mir gutgehen.

Und auf tirolerisch: i gäh ind hapfm (ich gah go pfuuse).

Da hab ich doch gestern vergessen, mein Abendessen zu bloggen:

Gruss aus der Küche (Fisch)
Spargelcrème-Suppe
Knusprige Hackfleischbällchen mit Kartoffelturm und Gemüse