50 – ein halbes Jahrhundert (25,9 km)


Nach einem hervorragenden Schlaf, tut den malträtierten Füssen so gut, läutet mich mein Handy aus dem Bett. Nur einer hat das Recht, mich zu wecken, mein Mann! Alle anderen unterdrückt mein iPhone bis um 08:30h.

Galerie La Fayette

Und es läutet: also, auf die schmerzenden Füsse stehen und das Telefon entgegennehmen. „Happy Birthday“ wird gesungen – mein Allerliebster gratuliert mir als erster zum Geburtstag. 50 Jahre jung!

Am Morgen, wir haben ein super Bistro gefunden, geniessen wir ein ausgiebiges Französisches Petit Déjeuner. Mit Croisson, Baguette, Butter und Confitüre – und nicht zu vergessen, einer französischen Omelette.

Frosch-Schenkel!

Nachdem wir im Hotel noch kurz unser Bagage geholt haben, sind wir der Boulevard Poissonière lang gelaufen, welche dann in den Boulevard Haussmann mündet. An der Haussmann sind die grossen Warenhäuser La Fayette und Printemps.

Auf beiden Häusern ist eine Dachterrasse, wenn man jeweils weiss auf welchem Haus, ist man sicherlich gut bedient. Also gingen wir ins erste La Fayette, das mit der wunderschönen Kuppel, und suchten die Terrasse. Nicht gefunden. Ins zweite – nicht gefunden. Ins dritte – nicht gefunden. Aber im dritten La Fayette hat man gesehen, das auf dem ersten La Fayette eigentlich die Terrasse gewesen wäre, wenn wir sie denn gefunden hätten. Also zurück auf eins wie im Monopoly. Und rauf aufs Dach – über den Dächern von Paris ein Cola trinken. Super!

Sicht vom Dach des Printemps über die Dächer von Paris

Von einem früheren Besuch wusste ich, dass eigentlich die Aussicht vom Dach des Printemps besser sein sollte. Also auch da 8 Stockwerke hochfahren, der Rolltreppen-Blues. Aber die Aussicht entschädigt alles. Es ist definitiv schöner vom Printemps. Man sieht auch gut den Eiffelturm.

Der Marsch zur Champs-Élyssée führt an der enorm bewachten US-Botschaft vorbei. Ist ein mulmiges Gefühl. Eine wahre Erholung, wenn man nachher in den Park kommt, der an die Botschaft grenzt. Weil es ziemlich heiss war, haben wir da etwas getrunken. Eigentlich hatten wir Hunger, aber ich war nicht wirklich vom Angebot begeistert.

Hermès

Wir sind dann die Champs-Élyssée hochgelaufen bis zum Louis Vuitton, dann (ent)gingen wir den Massen und nahmen kleine Gässchen. Ist viel schöner und auch entspannter. Nach einem kleinen Umweg fanden wir dann den Hermés Laden, den ich Michael zeigen wollte. Ich kaufte mir ein Terre d’Hérmes, mein Lieblingsparfüm. Die Bedienung und das Gefühl, einfach Geil! So sollte es auch bei Hérmes Zürich sein.

Variations des Fromages

Gleich um die Ecke ist das L’Écluse, das feine Restaurant mit dem Käseplättli, welches Roger und ich bei einem der letzten Paris-Besuche gefunden haben. Wir genossen ein wohlverdientes Mittagessen.

Zum ersten Mal war ich dann unter dem Arc de Triomphe. Schon sehr imposantes Bauwerk. Aber die Touristenhorden mit ihren Selfiesticks verfolgten uns, also nichts wie weg. Mit der Velorikscha liessen wir uns zum Louvre chauffieren. Ist immer ein Ereignis. Durch den Jardin de la République liefen wir zurück zum Hotel um uns für den Abend frisch zu machen.

Mein Schatz hat zu meinem Geburtstag ein Abendessen im Hotel Le Grand Colbert organisiert. Ein Genuss, von welchem er schon so oft geschwärmt hat. Zur Vorspeise eine Soupe à l’Ognion, eigentlich schon eine Mahlzeit für sich. Nachher liessen wir uns bei einem Châteaubriand gutgehen. Abgerundet mit einer Crème brulée (geteilt) waren die Bäuche gut gefüllt.

Danke, Schatz, für die tolle Überraschung und Organisation!

Zufrieden liessen wir uns im Hotel dann wieder in die Betten fallen und fielen ein einen tiefen Schlaf.

Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen, allen, die mir zu meinem Geburtstag gratuliert haben, ein herzliches Dankeschön auszurichten. Ich hatte sehr viele SMS, Mails und Anrufe erhalten. Es hat mich sehr gefreut.